US

So, mit rund 2 Jahren Verspätung habe ich es doch noch geschafft, meine während der USA-Reise aufgenommenen Videofragmente zu einem zusammenfassenden Ganzen zusammenzuschnipseln. Eh voila:

Miami

Nach einem Aufenthalt in Key West bleibt einem nichts anderes übrig, als den ganzen Weg wieder zurück aufs Festland zu machen. Beim Blick auf die Karte ist mir aufgefallen, dass Key West etwa gleich weit von Kuba weg ist als von Miami. Wie schon erwähnt führt der Weg zurück über duzende Brücken, Inseln und Inselchen, sehr schön anzusehen. In diesem feuchtwarmen, subtropischen Klima blüht alles,prosperiert, alles ist grün, ein netter Gegensatz zu Südkalifornien, wo es ebenso warm, aber auch trocken und die Landschaft dementsprechend karg war.

Als nächstes ging es nach Miami Beach, in ein Hostel direkt am Ocean Drive im Art Deco District, bekannt für seine Häuser im 20er- und 30er-Jahre Stil. Miami haben wir uns aus dem Auto angesehen, es ist einfach zu heiss für eine Opendeck-Bustour. Viele riesige Villen auf Miami Beach und den kleinen Inseln nebenbei, Wolkenkratzer in Miami Downtown, nette Häuschen und Atmosphäre in Little Havana und Coral Gable. Viel Spanisch hört man hier, fast mehr als Englisch. Dem Strand sollte man auch einen Besuch abstatten, feiner weisser Sand, türkisblaues warmes Meer, siehe Reisekatalog.

Der Weg führt nun weiter gen Norden, Orlando.

Key West

Am Morgen früh um 2 ging es von Las Vegas aus weiter nach Memphis, Heimatstadt von Elvis Presley. Mit dem nächsten Flug ging es zu unserem Endziel Fort Lauderdale. Als weiteres Transportmittel haben wir uns für den Bus entschieden, das werden wir wohl nicht mehr tun. Bilanz für eine 15 minütige Fahrt war eine Wartezeit von knapp 1,5 Stunden und das in diesem feuchtwarmen Klima in Florida. In unserer Unterkunft in Hollywood bestand unsere erste Tätigkeit daraus unter die Dusche zu hüpfen, eine Wohltat. Auch dem Atlantik statteten wir einen Besuch ab und waren angenehm von dessen wesentlich höheren Temperaturen gegenüber dem Pazifik überrascht.

20120709-005146.jpgStrandpromenade in Hollywood (bei Fort Lauderdale)

Abends schlenderten wir an der gut besuchten Strandpromenade entlang welche für einmal nicht durch einen Highway vom Meer getrennt ist. Am nächsten Morgen waren wir dann froh wieder ein Auto zu haben, sind wohl doch schon etwas in die amerikanische Bequemlichkeit verfallen.

20120709-005453.jpgUnser neues Auto

Unser erster Zwischenstopp führte uns dann auch prompt in einen McDonalds am Wegrand. Da man uns vor Einbrüche in Mietautos in Florida gewarnt hatte, entschieden wir uns für Plätze am Fenster mit Blick auf unser Auto. Danach führte die Strasse schnurgerade aus dem Tamiami Trail entlang in die Everglades. Dort besuchten wir das Shark Valley. Wir nahmen an einer 2-stündigen Führung teil, in der uns die örtliche Flora und Fauna gezeigt wurde. Da zur Zeit Wet Season ist, hat es am Nachmittag kurz geregnet, was aber durchaus angenehm war, da so oder so alles feucht ist. Zudem konnten wir Alligatoren und eine brütende Riesenschildkröte beobachten. Von den Everglades aus hatten wir noch eine etwa 4,5 stündige Fahrt vor uns welche uns über zahlreiche Brücken nach Key West führte.

20120709-005332.jpgEverglades National Park

20120709-005635.jpgEverglades National Park

20120709-005754.jpgSüdliches Ende des Shark Valley Loop Drive

Key West ist ein charmanter kleiner Ort am südlichsten Ende des amerikanischen Festlandes. Ab 1928 lebte Nobelpreisträger Ernest Hemingway einige Jahre auf der Insel und mit ihm noch zahlreiche andere Schriftsteller und Künstler. Man merkt dem Ort die Nähe zu Kuba an. Die Häuser haben alle eine grosse Veranda um sich vor der Hitze und den tropischen Regengüssen schützen zu können.

20120709-005943.jpgStrasse auf Key West

Ein solcher überraschte auch uns im Laufe unseres Aufenthaltes auf Key West. Wir waren gerade auf dem Weg zum Strand als es wie aus Kübeln zu giessen begann. Unsere anfänglichen Bemühungen unter einem Baum Schutz zu suchen, stellte sich als wertlos heraus, also entschieden wir uns doch fürs Meer da wir eh schon nass waren. Als dann aber das Gewitter mit Blitz und Donner losging verliessen wir das Wasser schnell wieder und stellten uns mit anderen Leuten unter. Von dort aus konnten wir das Gewitter verfolgen. Blitz und Donner folgten direkt aufeinander und man konnte sehen wie diese ins Meer einschlugen.

20120709-010208.jpgKey West

Angenehm auf den Key West ist die der geographischen Lage geschuldeten Tatsache, dass es keinen Durchgangsverkehr gibt und der Ort nicht wie sonst üblich zubetoniert wurde. Entlang der Duval-Strasse reihen sich Restaurants, Bars mit Live Musik, Wassersportanbieter, Zigarrenverkäufer, Eisdielen und Souvenierläden und versprühen eine angenehme, lockere Atmosphäre.

Nicole

20120709-010241.jpgSüdlichster Punkt der USA